Markt Murnau a.Staffelsee

Umspannwerk

Umspannwerk wird verlegt

Unter den Fraktionen im Gemeinderat herrscht große Einigkeit. Dieses bedeutende Projekt für Murnau, die Verlegung des Umspannwerkes, darf nicht aufgegeben werde. Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 3. Februar 2021, sich gemeinsam für die Verlegung des Umspannwerkes an einen Standort südlich des TSV Geländes einzusetzen.

Bürgermeister Rolf Beuting: „Es freut mich sehr, dass wir in der Sitzung noch einen gemeinsamen Weg gefunden haben, von dem alle überzeugt sind, denn nur so besteht eine Chance, ein solches Großprojekte umzusetzen. Es ist und war immer das Anliegen aller Fraktionen, eine Möglichkeit für eine Verlegung zu finden. Die Verwaltung und jedes einzelne Gemeinderatsmitglied hat sich unzählige Stunden intensiv mit dem Thema befasst, um das Beste für Murnau zu erreichen."

Der Standort südlich der Grüngutdeponie wurde von den Fraktionen unterschiedlich bewertet. Alle Fraktionen waren sich hier einig, dass dieser Standort einen großen Eingriff in das Landschaftsbild darstellen würde. Die Abwägung des Für und Wider fiel hier jedoch bei den einzelnen Fraktionen unterschiedlich aus, so dass kein eindeutiges Zeichen für diesen Standort gesetzt werden konnte.

Da ein geschlossenes Auftreten jedoch letztlich allen Fraktionen wichtig war, wurde im Rahmen der nichtöffentlichen Sitzung die Diskussion fortgesetzt, die dann zu obengenanntem Beschluss führte. Dieser Standort südlich des TSV Geländes stellt sich für alle Fraktionen als bestmöglicher Standort dar, dessen Umsetzung nun oberste Priorität hat. Deshalb werden alle Kapazitäten nun vorrangig auf diese Prüfung gelegt, der Standort in der Nähe der Deponie wird zunächst zurückgestellt.

Der Gemeinderat ist sich einig, dass sich durch die Verlegung des Umspannwerkes enorme städtebauliche Entwicklungspotentiale für Murnau ergeben. Durch die Verlegung an den nun angedachten Standort können sowohl Gewerbeflächen als auch Flächen für Wohnbebauung gewonnen werden. Mit der Entfernung von zahlreichen Masten wird eine positive Entwicklung des Orts- und Landschaftsbildes für Murnau erzielt. Eine Verlegung des Umspannwerkes ist ein riesiger Gewinn für ganz Murnau.

Überlegungen zur Verlegung

Die Bayernwerk Netz GmbH besitzt eine Genehmigung für die Erneuerung des jetzigen Umspannwerks am Bestandsstandort an der Dr.-Schalk-Straße. Aus technischen Gründen muss das gesamte Umspannwerk neu errichtet werden, es könnte daher auch an einem neuen Standort gebaut werden. Das Bayernwerk wird mit der Neuerrichtung im Jahre 2021 beginnen. Aus städtebaulicher Sicht hatte der Markt Murnau den Wunsch geäußert, die Möglichkeiten einer Verlegung zu prüfen.

Der Markt Murnau sieht hierin die Chance, das Umspannwerk aus dem Ortszentrum heraus zu verlegen. Hierdurch können die Wohnverhältnisse zahlreicher Murnauerinnen und Murnauer deutlich verbessert werden.

Der Marktgemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 17. Mai 2018 einstimmig beschlossen, die Möglichkeiten einer Verlegung des zwischenzeitlich von Bebauung umgebenen Umspannwerkes an den Ortsrand zu prüfen.

Um die Bürgerschaft über mögliche erste Schritte zu informieren, wurde im Oktober 2020 eine öffentliche Sondersitzung des Marktgemeinderates durchgeführt. Zusätzliche Bürgerbeteiligung ist, sobald neue Erkenntnisse vorliegen, vorgesehen, ebenso eine stetige Aktualisierung der Website.

 

Mögliche Vorteile einer Verlegung:

  • Städtebaulicher Gewinn für ganz Murnau und den gesamten nordöstlichen Bereich von Weindorf durch Rückbau der 110kV-Freileitungen und Vermeidung von drei 36m hohen Abspannmasten auf dem derzeitigen Gelände des Umspannwerkes. Die derzeitigen Masten sind 7m niedriger.
  • Entfernung der 110kV-Freileitungen der Bayernwerk Netz GmbH in den Wohnbereichen Hauserberg/ Hofangerweg/ Längenfeldweg und somit wesentliche Verbesserung der Wohnverhältnisse in diesem Bereich
  • Städtebauliches Entwicklungspotential östlicher Längenfeldweg
  • Entwicklungspotential auf dem freigestellten UW-Gelände an der Dr.-Schalk-Straße, etwa für Wohn- und/oder gewerbliche Nutzung
  • Organische Innenentwicklung auf den frei werdenden Flächen und somit Schonung des Außenbereichs
  • Entwicklungsmöglichkeiten am Gewerbegebiet des ehemaligen Isar-Amper-Werke-Geländes

Mögliche Nachteile einer Verlegung:

  • Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch ein neues Betriebsgebäude

Veränderungen am Bestandsstandort

Das Umspannwerk am derzeitigen Standort in der Dr.-Schalk-Straße muss aus technischen Gründen in Gänze neu errichtet werden. Dies kann an einem anderen Standort sein und würde auch am bestehenden Standort große Veränderungen mit sich ziehen, etwa die Erhöhung der Abspannmasten auf dem Gelände des aktuellen Umspannwerks.

Beschlüsse des Marktgemeinderats

Aus den Beschlüssen des Marktgemeinderates vom 03.02.2021:

TOP 6: ödp/Bürgerforum, Bündnis 90/Die Grünen - Antrag zum Umspannwerk
Der Beschluss des Marktgemeinderates vom 25.11.2020 wird aufgehoben. Die Standortsuche eines Grundstücks für die Verlegung des Umspannwerks südlich der Riegseer Straße wird wieder aufgenommen. Der zu diesem Thema eingerichtete Arbeitskreis nimmt zeitnah seine Arbeit mit dieser Zielsetzung wieder auf.

TOP 7: Verlegung Umspannwerk durch die Bayernwerk AG - Prüfungsergebnis der Einhausung am Standort
Die Einhausung des Umspannwerks auf dem Bestandsstandort an der Dr.-Schalk-Straße wird weiterverfolgt. Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Vereinbarung zur Kostenübernahme mit der Bayernwerk AG zu schließen. Die Verlegung der Freileitungen in den Boden soll geprüft werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planungen incl. einer Kostenschätzung sowie die Trassenführungen und Verlegemöglichkeiten vom Planungsbüro SPIE AG durchführen zu lassen.

In nichtöffentlicher Sitzung: Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten für eine Umsetzung der Verlegung des Umspannwerkes an einen Standort südlich des Geländes des TSV Murnau e.V. zu schaffen.

 

Aus dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 16.12.2020:

Eine Verlegung des Standorts für das Umspannwerk wird nicht länger in Betracht gezogen. Das Umspannwerk verbleibt an der Dr.-Schalk-Straße. Es wird die Möglichkeit einer Einhausung am Bestandsstandort geprüft.

 

Aus dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 25.11.2020:

Der Marktgemeinderat beschließt, die für die Verlegung des Umspannwerks vorgeschlagenen Standorte südlich der Riegseer Straße nicht weiter zu verfolgen.

Der Beschluss vom 29.10.20 über die Erstellung eines Gutachtens bezüglich der Altlasten am geplanten Standort der Grüngut Deponie Weindorf wird aufgehoben.

Zudem bildet der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe, die aus Mitgliedern des Marktgemeinderates (pro Fraktion max. 2 Personen) und der Verwaltung besteht. Die Arbeitsgruppe arbeitet an dem Projekt „Umspannwerk" weiter.

Eine Planskizze zur Einhausung des Umspannwerks am Bestandsstandort soll nach Freigabe durch die Bayernwerk Netz GmbH veröffentlicht werden. Das Bayernwerk wird um schriftliche Stellungnahme gebeten. 

 

Aus dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 29.10.2020:

Der Gemeinderat steht einer Verlegung des Umspannwerkes grundsätzlich positiv gegenüber.

Es soll ein zusätzliches Gutachten bezüglich der Altlasten am geplanten Standort erstellt werden.

Die Verwaltung holt Informationen zu möglichen Alternativen am Bestandsort des Umspannwerkes ein.

Basierend auf dem Beschluss von 2018 wird die Verwaltung beauftragt, die Verhandlungen mit allen Beteiligten weiter zu führen. Hierüber wird der Gemeinderat zweiwöchentlich bis zum Ende der Verhandlungen zeitnah und umfassend über den Sachstandsfortschritt informiert. Vor Vertragsabschlüssen sind die Entwürfe dem Gemeinderat vorzulegen, inklusive detaillierter Planungsunterlagen und Kostenaufstellungen.

Um dem gesundheitlichen Vorsorgeprinzip Rechnung zu tragen und um die Bürger und Bürgerinnen rechtzeitig und transparent über den Entscheidungsprozess zu informieren und um insb. die betroffenen Anwohnenden mit in die Entscheidungen einzubeziehen, werden alle öffentlich verfügbaren Informationen, inklusive vorliegender Gutachten über mögliche Altlasten auf der ehemaligen Deponie, zentral auf der Internetseite der Marktgemeinde dargestellt. Für Fragen aus der Bürgerschaft ist eine zentrale Ansprechperson in der Verwaltung zu benennen.

Weitere Informationen

Planfeststellungsverfahren

Am Bestandsstandort in der Dr.-Schalk-Straße stünden Veränderungen an, da aus technischen Gründen das gesamte Umspannwerk neu errichtet werden muss. Die Planungen hierzu hat die Bayernwerk Netz GmbH auf ihrer Website ausführlich dargelegt. Die Planfeststellungsunterlagen des Bayernwerks finden Sie hier:

https://www.bayernwerk-netz.de/de/bayernwerk-netz-gmbh/netzausbau/freileitungsprojekte/anbindung-umspannwerk-murnau---planfeststellungsunterlagen.html

 

Ansprechpartnerin

Ihre Ansprechpartnerin ist Annika Röttinger, Pressesprecherin des Marktes Murnau. Sie erreichen sie telefonisch unter 08841/476-123 oder per Mail an presse@murnau.de

 

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