Heute wie damals genießen...
Tolle Hechte aus dem nahen Staffelsee, das zarte Fleisch des Murnauer-Werdenfelser Rindes oder Wild-Kreationen von Tieren aus den umliegenden Revieren – die Stars der Schlemmerwochen stammen alle aus der unmittelbaren Umgebung. „Der Gast kann genau erfahren, wo sein Essen herkommt“, ist das Motto der teilnehmenden Wirte. Die erlesenen Zutaten werden nach traditionellen Rezepten kredenzt und auf den Speisekarten erleben alte Gerichte wie „Böfflamott“, „Kalbsbackerl“, Biergerichte wie „aufgeschmalzte Biersuppe“ oder „Braubua“ und diverse Mehlspeisen eine Renaissance. Weil zur Sommerfrische ja auch Leichtigkeit gehört, kommt die deftige Hausmannskost von damals
 

nicht als Kalorienbombe auf den Teller, sondern wird in etwas abgespeckten Variationen serviert.
Eine echte Rarität lassen sich die Gäste im schattigen Biergarten des Murnauer Griesbräus einschenken. Nur ein Mal im Jahr wird dort mit dem Braunbier Bruno ein süffiger und besonders seltener Senior unter den Gerstensäften gebraut. Denn das Braunbier gilt als Vorgänger des Hellen und damit sozusagen als Urbier. Leicht hopfig und ein bisschen bitter kommt das Sonderbier daher, das es übrigens nur im Griesbräu gibt. Ebenso wie das spezielle Sommerfrische-Bier, das ein Mal im Jahr in einer limitierten Menge von 10 Hektolitern gebraut wird. Mit dem leicht zitronigen Geschmack gehört das obergärige Weißbier mittlerweile zu einem lauen Murnauer Sommerabend wie die Brise überm Staffelsee.