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Wassily Kandinsky (1866 - 1944)
In Moskau geboren, studierte Kandinsky (1866 - 1944) zuerst Jura und Nationalökonomie, bevor er 1897 in München mit dem Malstudium begann. Als Lehrer an der privaten Phalanx-Schule unternahm er mit seiner Malklasse, zu der auch Gabriele Münter gehörte, viele Reisen.
1909 gründete er mit seinen Malerfreunden die "Neue Künstlervereinigung München", deren Ausstellungen in der Öffentlichkeit oft zu Protest führten. Von 1909 bis 1914 wohnte Kandinsky mit Gabriele Münter an der Kottmüller Allee in Murnau. Hier fand er zu einer neuen expressiven Malweise und verfasste kunsttheoretische Schriften wie "Über das Geistige in der Kunst".
Sein Weg in die Abstraktion stieß innerhalb der Künstlervereinigung allmählich auf Unverständnis, und so kehrte er ihr 1911 den Rücken. Münter, Marc, Kubin, Werefkin und Jawlensky folgten ihm. Kandinsky und seine Malerfreunde organisierten unter dem Titel „Redaktion Blauer Reiter“ ihre eigene Ausstellung. Als theoretische Grundlage gaben Kandinsky und Marc 1912 den Almanach "Der Blaue Reiter" heraus, der eine der bedeutendsten programmatischen Schriften zur Kunst des 20. Jahrhunderts werden sollte. Motiv und Titelseite erinnern an die Hinterglasmalerei und die in Murnau beliebte Darstellung des hl. Georg.
Bei Kriegsausbruch 1914 musste Kandinsky Deutschland verlassen und kehrte nach Russland zurück. Münter traf er nur noch einmal, 1916 in Stockholm. Mit seiner Frau Nina lebte Kandinsky in den 20er Jahren in Weimar und Dessau (Lehrauftrag am Bauhaus) und seit 1933 in der Nähe von Paris.






















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