Staffelsee

© Florian Werner

Murnaus Größter

Sein Wasser ist mild und moorhaltig. Es erwärmt sich schnell im Sommer. Im Winter dagegen kühlt es schnell ab. Deshalb lieben ihn die Badegäste gleichermaßen wie Eisstockschützen oder Schlittschuhläufer. Und auch Wanderer und Radfahrer finden hier ihren Platz. Denn der Staffelsee ist nicht zu groß, um ihn zu umrunden. Durchschwimmen können Sie ihn auch und dabei an einer seiner sieben Inseln aus dem Wasser steigen, um die voralpine Landschaft zu genießen. Auch an seinen Ufern laden Strandbäder zum Verweilen ein.

Geschichte hat er auch geschrieben: Kelten, Römer und Mönche des Mittelalters bevölkerten seine Inseln. Eine archäologische Erschließung ist ein großes Anliegen der Marktgemeinde, konnte jedoch aufgrund fehlender Mittel noch nicht realisiert werden.

Sieben Inseln

Die sieben Inseln des Staffelsees sind unbewohnt, mit einer Ausnahme: Auf der Insel Wörth grasen Murnau-Werdenfelser Rinder, Ziegen und Schafe. Sie bewahren das Eiland vor dem Verbuschen. Doch von Menschen besiedelt war es im 7. Jahrhundert. Zeugnis geben die Überreste einer Kapelle. Und so werden dort auch die Anlagen des früheren Staffelsee-Klosters vermutet. Um die ehemalige Kloster- bzw. Pfarrkirche zu erreichen pilgerten die Gläubigen auf einem langen Holzsteg, der von der Halbinsel Burg über die Jakobsinsel zur Insel Wörth. Der Steg ist nicht mehr erhalten, doch findet man nördlich der kleinsten Insel des Staffelsees noch immer die alten Pfähle.

Alle Inseln des Staffelsees – dazu gehören auch Große Birke, Kleine Birke, Mühlwörth und Graden-Eiland – sind nur aus eigener Kraft zu erreichen: schwimmend, segelnd, rudernd oder surfend. Nur in den Sommermonaten macht die MS Seehausen Halt an der Insel Buchau, um die Gäste des Campingplatzes zu versorgen und in die Gemeinden rund um den See zu bringen.

Kelten, Römer und Mönche

Sie ist die größte Insel im Staffelsee. Und sie ist die einzig bewohnte. Neben dem benachbarten schlossähnlichen Gebäude tummeln sich auf den Wiesen tierische Landschaftspfleger: Murnau-Werdenfelser Rinder, Ziegen und Schafe. Früher war die Insel eine Kulturstätte der Kelten. Doch erst die Römer hinterließen deutliche bauliche Spuren: Ca. 450 n. Chr. errichteten sie eine Befestigungsmauer. Etwa 300 Jahre später entstand ein Kloster auf der Insel. In der Schreibstube der Mönche soll eines der ältesten Sprachdenkmäler Deutschlands entstanden sein: das Wessobrunner Gebet. Der Name kommt von seinem Fundort, dem Kloster in Wessobrunn. Mundartforscher haben herausgefunden: Dialekt und Schreibweise deuten auf die Handschrift der Mönche hin, die damals auf der Insel Wörth lebten. Für einen handfesten Beweis reichte es jedoch bisher nicht.

Das Kloster wurde im 11. Jahrhundert aufgelöst. Die ehemalige Klosterkirche diente bis ins 18. Jahrhundert als Pfarrkirche für viele Christen. Sie kamen von den umliegenden Dörfern und mussten für ihren dortigen Besuch mit dem Boot fahren oder über den ca. 400 Meter langen Steg gehen, der von der Halbinsel Burg über die Jakobsinsel zur Insel Wörth führte. Was nicht ganz ungefährlich war: 1722 an Lichtmess soll ein schwerer Schneesturm gewütet haben. Nur die stärksten Männer schafften den beschwerlichen Weg. So wurde der Ruf der Seehauser nach einer Kirche auf dem Festland immer lauter. 1773 verschwand schließlich das kleine Gotteshaus auf der Insel. Seine Mauerreste brachte man nach Seehausen, wo die Steine zum Bau der neuen Kirche St. Michael dienten. Damit hatte der zur Insel Wörth führende Steg keine weitere Verwendung und wurde schließlich abgerissen. Trotzdem sind seine Pfähle noch heute erhalten und schimmern durch das Wasser. Auf der Insel selbst wurde eine kleine Kapelle errichtet. Sie erfüllt noch immer ihren Zweck: regelmäßig steigen die Seehauser in ihre Boote, um auf der Wörth den Gottesdienst zu feiern.

Freizeit gestalten

Ihre Freizeit zu gestalten, das müssen Sie am Staffelsee nicht dem Zufall überlassen. Neben ausgeschilderten Wander- und Fahrradstrecken lockt so manche Attraktion an den See.

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