Murnau am Staffelsee

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Inhaltsbereich: Max Beckmann.Die Apokalypse

Max Beckmann. Die Apokalpyse
Bildbeschreibung: Max Beckmann

Im Juli 1937 war Max Beckmann vor dem Nationalsozialismus nach Amsterdam
geflüchtet. Trotz eines Arbeitsverbots schuf er dort 1941/42 einen Zyklus
von 27 Lithographien zur Offenbarung des Johannes mit dem Titel „Apokalypse“.
Dieser unter prekären Bedingungen entstandene Zyklus ist von den leidvollen
Erfahrungen nationalsozialistischer Schreckensherrschaft und des von ihr
entfesselten Weltkriegs veranlasst und geprägt. Gleichwohl gelang es Beckmann, ein zeitloses, allgemeingültiges Manifest der Hoffnung
und des Überlebenswillens zu schaffen; denn die Prophezeiungen der Apokalypse beinhalten nicht nur die Visionen endzeitlicher Katastrophen und Untergangsszenarien, sondern verheißen ebenfalls einen endgültigen und trostspendenden Sieg über das Böse. Die in den Texten geschilderten Inhalte wurden, besonders in politisch und kirchenpolitisch brisanten Zeiten, seit der Spätantike immer wieder aufgegriffen und in Einzeldarstellungen oder Zyklen symbolhaft gestaltet. Die bildgewaltige Sprache des Textes, wie geschaffen für eine Umsetzung in ausdrucksstarke Bilder, war durch die Jahrhunderte - verstärkt durch umwälzende Ereignisse, Katastophen und Kriege - in der Kunst immer wieder präsent und ist dies bis heute.

Um dieses Thema auch in seiner übergreifenden Aktualität und Bedeutung zu veranschaulichen, spannt die Ausstellung, Max Beckmanns beklemmende Visionen in den Mittelpunkt stellend, den zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Weiterführende Infos zum Thema finden Sie unter den folgenden Punkten: