Inhaltsbereich: Kloster Benediktbeuern
Im Laufe der 1250jährigen Geschichte des Klosters hat eigentlich jedes Jahrhundert seine Spuren hinterlassen. Wer das Kloster besucht, erhält einen Eindruck vom künstlerischen und spirituellen Reichtum vergangener Zeiten.
Der hl. Bonifatius war Mitbegründer des Klosters 739. 1803 wurde das Benediktinerkloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst. 1930 erwarb die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos die Klosteranlage. Sie widmet sich in besonderer Weise der Bildung und Erziehung junger Menschen. Aus diesem Grunde gibt es heute in Benediktbeuern zwei Hochschulen und ein vielfältiges Bildungsangebot.
Die Highlights:
- Die Basilika "St. Benedikt"
Bei der Errichtung und Ausstattung der ehemaligen Abteikirche (jetzige Benediktbeurer Pfarrkirche) hatte man hervorragende Künstler hinzugezogen. Kaspar Feichtmayr baute von 1672 - 81 die Türme und die Sakristei, im Anschluß daran wurde von 1681 bis 1686 das übrige Gotteshaus errichtet, dessen Schiff mit seiner Höhe von 18 Metern und der Breite von 26 Metern ein imposantes Raumerlebnis vermittelt.
Die Stuckausstattung ist von barocker Üppigkeit, die herrlichen Gewölbebilder von Georg Asam zeigen die frühesten Fresken der altbayerischen Barockkunst. Das Hauptaltarbild und die Bilder der vordersten Seitenaltäre sind Werke von Martin Knoller und die große Orgel wurde 1682-86 von dem Salzburger Meister Joseph Christoph Egedacher gebaut. Auf dem 1973 errichteten neuen Altar über den Chorstufen wird an Festtagen das vom Münchner Goldschmied Peter Streissel 1794 geschaffene Armreliquar des hl. Benedikt ausgestellt.
Die Basilika (Baustil: italienischer Frühbarock) kann täglich von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Führungen sind im Rahmen einer Klosterführung möglich . - Anastasia-Kapelle
Unter Abt Leonhard Hohenauer (1742 - 58) wurde die wunderschöne Anastasiakapelle vom Architekten Johann Michael Fischer erbaut. Johann Michael Feuchtmayer gestaltete den eleganten Rocaille-Stuck sowie den Hochaltar mit den schönen Plastiken. Johann Jakob Zeiller malte das herrliche Deckenfresko ("Aufnahme der Martyrin Anastasia in den Himmel") und der Bildhauer Ignaz Günther entwarf die Seitenaltäre und schnitzte ihren plastischen Schmuck. Ebenso war Jakob Amigoni an der Erbauung beteiligt.
Ein Teil des Klosters steht tagsüber (in der Regel von 9–18 Uhr) zur freien Besichtigung offen:
- der gotische Kreuzgang aus dem Jahre 1493
- das gotische Refektorium, in dem sich zahlreiche historische Gegenstände befinden (u. a. ein Faksimile der Carmina Burana)
- die Ausstellung über das Wirken der Salesianer Don Boscos
- die historische Fraunhofer-Glashütte, die an die Benediktbeurer Tätigkeit des berühmten Optikers erinnert
Andere Bereiche des Klosters können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden:
- der frühbarocke Festsaal aus den Jahren 1672/75
- der Kurfürstensaal aus den Jahren 1728/32
Klosterführungen:
1. Oktober – 16. Mai Sa/So 14.30 Uhr
17. Mai – 30. Juni Mi/Sa/So 14.30 Uhr, So auch 10.30 Uhr
1. Juli – 30. September täglich 14.30 Uhr, Sa/So auch 10.30 Uhr
Gesonderte Gruppenführungen sind möglich. Bitte melden Sie sich (am besten schriftlich) spätestens eine Woche vor dem gewünschten Termin bei uns an.
Weitere Infos:
Kloster Benediktbeuern
Don-Bosco-Straße 1
D-83671 Benediktbeuern
Tel.: 0 88 57 / 88-0
Fax: 0 88 57 / 88-199
info@kloster-benediktbeuern.de
www.kloster-benediktbeuern.de






















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