Inhaltsbereich: Kleine Museumsgeschichte
Der Bezirk Oberbayern fasste 1971 den Beschluss, "zur lebendigen Darstellung alten Kulturerbes ein Freilichtmuseum zu errichten". Bereits fünf Jahre später wurde das Freilichtmuseum Glentleiten eröffnet und gibt seinen Besucherinnen und Besuchern seither Einblicke in 500 Jahre Geschichte des ländlichen Bauens, Wohnens und Wirtschaftens in Oberbayern.
Bei der Eröffnung 1976 waren auf ca. 15,5 ha Fläche 13 Gebäude aufgebaut.
Heute, 30 Jahre nach der Gründung stehen im größten Freilichtmuseum Südbayerns auf einem malerischen Museumsgelände über dem Kochelsee mehr als 50 historische Gebäude verteilt auf 35 ha, und jedes Jahr kommen neue Gebäude hinzu. Gezeigt wird das Bauen, Wohnen und Wirtschaften im ländlichen Oberbayern von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart.
Das Spektrum reicht von Bauernhöfen, Mühlen, Almgebäuden und Wirtschaftsgebäuden bis hin zu Backhaus, Windrad und einer Köhlerei. Die zum Teil über 500 Jahre alten Gebäude samt Inventar wären an ihren Originalstandorten nicht zu erhalten gewesen wären. Im kommenden September werden im unteren Bereich des Museumsgeländes zwei neue Gebäude aus Staudham, Landkreis Rosenheim, eröffnet: Das Salettl (ein Eiskeller mit Bewirtungsraum im Obergeschoss) und eine Kegelbahn, die künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.
Museum zu sein, bedeutet neben den klassischen Aufgaben des Sammelns, Bewahrens und Erforschens auch den aktiven Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern. Es vergeht kein Tag im Museum, an dem nicht etwas Besonderes geboten wird: Handwerksvorführungen, Rundgänge, Aktivprogrammen, Aktionstage und Veranstaltungen für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen. Seit der Eröffnung ist das Museum ein Publikumsmagnet: In der Museumssaison 2006 kommt der 5.555.555 Besucher.






















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