James Loeb

Als Sohn eines deutsch-jüdischen Bankiers wurde James Loeb (1867-1933) in New York geboren. Er studierte Wirtschaftsgeschichte, Nationalökonomie und Internationales Handelsrecht, aber auch Sprachen sowie Geschichte und Kunstgeschichte des Klassischen Altertums an der Universität Harvard. Nach seinem Studium wurde Loeb Partner in der väterlichen Bank und entsprach damit dem Wunsch seines Vaters.

Doch schon bald folgte er seinen musischen Neigungen und kunsthistorischen Interessen und nutzte seinen finanziellen Reichtum zu vielseitiger sozialer Wohltätigkeit. 1905 übersiedelte Loeb nach München, später nach Murnau a. Staffelsee. Dort ließ er sich 1912/13 vom Architekten Carl Sattler das Gut Murnau-Hochried erbauen – die heutige Fachklinik für Kinder- und Jugendmedizin. Es war ein Refugium, in dem er zurückgezogen mit Marie Antonie Hambuechen, die er 1921 heiratete, lebte. Dennoch zählte das Ehepaar zu den großen Wohltätern des Marktes: Sie unterstützten Vereine, spendeten für Hilfsbedürftige und finanzierten 1932 den Neubau des Gemeindekrankenhauses.

Darüber hinaus machte er sich u. a. einen Namen als Förderer der „Loeb Classical Library", einer heute noch bestehenden Reihe mit Ausgaben der Werke antiker Schriftsteller und Dichter. Er unterstützte auch die 1917 gegründete Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie – das heutige Max-Planck-Institut – und schenkte seine bedeutende Sammlung an antikem Goldschmuck der Staatlichen Antikensammlungen in München. Kurz nach Hitlers Machtergreifung starb James Loeb 1933 und wurde noch im selben Jahr zu Murnaus Ehrenbürger ernannt.

 

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