Franz Marc

Hocken im Schnee, Marc © Franz Marc Museum, Kochel a. See

„Ich suche mein Empfinden für den organischen Rhythmus aller Dinge zu steigern, suche mich pantheistisch einzufühlen in das Zittern und Rinnen des Blutes in der Natur, in den Bäumen, in den Tieren, in der Luft [...]. Ich sehe kein glücklicheres Mittel zur ‚Animalisierung' der Kunst als das Tierbild."

Marcs stilisierte Tierwelt sucht nicht das Äußere, sondern das Innere, sein Wesen zu zeichnen. Die Tiere zu malen, wie sie fühlen, nicht, wie der Mensch sie sieht, das war sein Ziel. Dabei bewegte er sich immer weiter hin zur abstrakten Malerei und verblieb doch im Gegenständlichen.

Franz Marc wurde 1880 in München geboren. Dort nahm er 1899 das Studium der Philologie und Theologie auf. Nur ein Jahr darauf studierte er an der Münchner Akademie Malerei, unter der Leitung von Gabriel von Hackl und Wilhelm von Diez. Als Marc 1903 nach Paris reiste, beeindruckten ihn die Maler des Impressionismus, aber auch Toulouse-Lautrec, Pierre Bonnard, Edouard Vuillard und Vincent van Gogh. Nach seiner Rückkehr widmete sich der Künstler vor allem Tierbildern: vereinfacht und stilisiert. Er suchte, die Seele dieser Wesen auf die Leinwand zu bannen.

In der Neuen Künstlervereinigung München (N.K.V.M.), der er 1911 beitrat, fand er Gleichgesinnte. Durch eine Ausstellung seiner Werke in Brakls Moderner Kunsthandlung in München wurde der Maler August Macke auf ihn aufmerksam. Gemeinsam mit Bernhard Koehler sen. besuchte Macke den damals in Sindelsdorf lebenden Künstler. Begeistert von Marcs Können wurde Koehler sen. schließlich Marcs Mäzen. Durch dessen Vorankaufsrecht für alle zukünftigen Werke war Marc finanziell abgesichert und konnte sich auf die Kunst konzentrieren. Er nahm u. a. an der zweiten Ausstellung der N.K.V.M. (1910) teil, an der feindselige Kritik geübt wurde. Daraufhin schrieb Franz Marc eine begeisterte Rezension über die Ausstellung, woraufhin er in den Künstlerkreis um Wassily Kandinsky aufgenommen wurde. Es war die Begegnung mit Kandinsky, die ihn dazu bewog, sich noch intensiver mit der Symbolkraft der Farbe, deren Gesetze und Wirkungen auseinanderzusetzen.

Als schließlich eines von Kandinskys Bildern für die dritte Ausstellung der N.K.V.M. abgelehnt wurde, traten Marc und Kandinsky 1911 aus und bildeten eine lose Gruppierung von Künstlern: den Blauen Reiter. Im Herbst 1911 konzipierten sie im sog. Münter-Haus den Almanach „Der Blaue Reiter". Dazu wurde im Dezember 1911 in der Galerie Heinrich Tannhausers die erste Ausstellung der Redaktion „Der Blaue Reiter" gezeigt. Der Almanach erschien schließlich 1912 im Piper-Verlag. Gemeinsam mit August Macke reiste Marc im selben Jahr erneut nach Paris, besuchte Robert Delaunay und kehrte inspiriert von Delaunays futuristischem Malstil zurück. Seine Werke verorteten sich daraufhin immer mehr in der Abstraktion. Doch er brach nie vollständig mit seiner figurativen Tiersymbolik.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich Marc freiwillig zum Kriegsdienst. Er zog weder begeistert, noch von nationalem Hochgefühl überwältigt, in den Krieg. Vielmehr war er, wie auch zahlreiche zeitgenössische Künstler und Intellektuelle, davon überzeugt, in ihm eine „Reinigung" zu erfahren. Zu spät erkannte er seinen Irrtum und fiel 1916 bei Verdun. In seinem Skizzenbuch aus dem Felde fanden sich Vorstudien zu abstrakten Gemälden, die Franz Marc jedoch nicht mehr umsetzen konnte.

 

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