Inhaltsbereich: Fasching in Murnau
Faschingssonntag in Murnau
Gegen Mittag bewegt sich ein munteres Völkchen durch den Unter- und Obermarkt, von den wartenden Zuschauern lauthals begrüßt. Es sind
die Schellenrührer, Untersbacher Mandln, die Hexen und die Maschkeramusi.
Seit 1978 will der Murnauer Trachtenverein mit seinem Umzug an die Ursprünge der Fosnacht erinnern, der als Teil einer Hirtenkultur zu den ältesten Bräuchen im Alpengebiet gehört.
• Hexen kehren den Schnee von den Straßen. Sie zeigen dem Winter, dass er allmählich seine Macht über die Natur verliert.
• Dasselbe Ziel haben die Bärentreiber im Blick. Der Bär stellt den Winter dar, der mit einer Kette gefesselt durch die Gassen geschleift wird.
• Gleich darauf folgen die Pfandlzieher: vier Burschen ziehen einen Kameraden, der auf einer Pfanne sitzt. Damit wird der gefrorene Boden aufgebrochen, um Platz zu schaffen für die neue Saat.
• Hauptakteure der Murnauer Fosnacht sind die Schellenrührer, die in eintönigem Rhythmus durch die Straßen stampfen, wobei die Bogenschwünge von dem gleichmäßigen Klang ihrer Kuh-Schellen begleitet werden.
• Fester Bestandteil ist auch das Untersberger Mandl mit seinem Weiberl. Dieses Paar erinnert die Menschen, die Fastenzeit streng einzuhalten.
• Die vermummten Jacklschutza schleudern mit einem Leintuch eine Wollpuppe, den Jackl, in die Luft.
• Begleitet wird das muntere Treiben von der Maschkeramusik
• Bei der Kälte sorgen natürlich die Marketenderinnen für die "innere
• Hitze".






















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