Cuno Fischer

Cuno Fischer (1914 - 1973) gehört zu denjenigen Künstlern, die Design und Kunst der 1950er Jahre des 20. Jahrhunderts maßgeblich prägten. Der vielseitig begabte Graphiker, Maler, Bühnenbildner, Designer, Musiker und Literat war seit Beginn seines Schaffens und nach den Kriegsjahren offen für neue Tendenzen in der Kunst – in Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien, Monotypien, Ölgemälden, Hinterglasbildern – und in den verschiedensten Anwendungen von Design – in Tapeten- und Stoffentwürfen, Porzellandekor und Glasobjekten.

Sein künstlerischer Weg wurde zunächst von massiven Widrigkeiten begleitet, er stand unter den unglücklichen Voraussetzungen der Zeitgeschichte. 1914 geboren, fiel seine Ausbildungszeit in die 1930er Jahre, in denen er politisch nicht konform ging, und der die Tragödie des Zweiten Weltkriegs folgte. Fischer studierte die Fächer Graphik, Bühnenbild und Malerei an der Kunstgewerbeschule in Wuppertal und war anschließend als freier Maler, Bildhauer und Bühnenbildner tätig. Erst nach Kriegsende 1945 war eine kontinuierliche kreative künstlerische Tätigkeit möglich, zunächst in Berlin, ab 1950 in Stuttgart und von 1963 bis zu seinem Tode 1973 in Murnau a. Staffelsee. Hier bezog Fischer mit seiner Familie ein großzügiges, nach eigenen Plänen errichtetes Atelierhaus.

Bereits 1946 war Cuno Fischer auf das Medium Glas, auch in Verbindung mit der Malerei aufmerksam geworden, besonders auf die Hinterglasbilder von Heinrich Campendonk, der im Kreis der Künstler des "Blauen Reiters" malte. Fischer selbst wählte eine aufwändige Malweise mit mehrschichtigen Lasuren. Er nutzte die besonderen Eigenschaften dieser Technik und der glatten Fläche des Glases als Bildträger, die der fein abgestimmten Farbigkeit eine besondere, intensive Leuchtkraft verliehen. Bis an sein Lebensende 1973 entstand eine große Zahl von Hinterglasbildern, oft mit religiösen Inhalten. Fischer entwickelte in diesen Hinterglasbildern, die eine zunehmend dominierende Rolle im Rahmen seines Schaffens spielten, seinen künstlerischen Stil besonders eindringlich. Zu besichtigen sind einige seiner Werke im Schloßmuseum Murnau. Sein Grab befindet sich auf dem Murnauer Friedhof.

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