Christoph Probst

Christoph Probst (1919-1943) wurde in Murnau geboren. Aufgrund der frühen Trennung der Eltern verbrachte er seine Kindheit und Jugend an vielen Wohn- und Schulorten, zeitweise lebte er in Internaten. Seine Eltern, seine Stiefmutter, die Jüdin war, und sein bester Freund, Alexander Schmorell, ein Russe, prägten sein Weltbild entscheidend. Menschenwürde, Toleranz, kritisches Denken und geistige Bildung besaßen für Christoph Probst einen hohen Stellenwert.

Während des Zweiten Weltkriegs erfuhr er als Medizinstudent von den Gräueltaten der Nationalsozialisten und schloss sich fortan der Widerstandsgruppe „Weiße Rose" um Hans und Sophie Scholl an. Er verfasste den Entwurf für das siebte Flugblatt, in dem er u. a. den sinnlosen Tod von 200.000 deutschen Soldaten in Stalingrad, die Vernichtung der Polen und Russen sowie die Ausrottung der Juden anprangerte. Aufgrund dieses Entwurfs, den Hans Scholl bei seiner Festnahme 1943 bei sich trug, geriet auch Probst ins Visier der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Obwohl er verheiratet und Vater dreier Kinder war, wurde er am 22. Februar 1943 zusammen mit den Geschwistern Scholl nach einem Schauprozess zum Tode verurteilt und von den Nationalsozialisten im Gefängnis München-Stadelheim ermordet. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Perlacher Forst in München.

Sein Erbe zu bewahren und der Gräueltaten der Nationalsozialisten zu gedenken, dafür setzt sich das Werdenfelser Bündnis ein. Informationen zum Engagement des Werdenfelser Bündnisses gegen rechtsradikale und extremistische Organisationen im bayerischen Oberland finden Sie direkt auf der Website der Vereinigung.

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