Murnau am Staffelsee

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Inhaltsbereich: 100 Jahre Blauer Reiter

Wassily Kandinsky und seine Lebensgefährtin Gabriele Münter entdeckten Murnau 1908 bei einem Malausflug und verbrachten von 1909 bis 1914 kreative Jahre in einem Landhaus, das heute als Münter-Haus bekannt ist. Sie ließen sich nicht nur vom Staffelsee, Riegsee und dem Murnauer Moos inspirieren, auch die heimische Hinterglasmalerei befruchtete ihre Schaffenskraft.

Ihr enger Weggefährte Franz Marc bezeichnete die ganze Region wegen seiner über die Jahreszeiten hinweg wechselnden bläulichen Farb- und Lichtstimmungen als das Blaue Land. Ihn und die Künstlerfreunde Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky zog das Blaue Land ebenfalls in seinen Bann. Zu diesem Kreis gesellten sich unter anderem Heinrich Campendonk, August Macke und Alfred Kubin.

Die Malergruppe traf sich oft bei Münter und Kandinsky in Murnau zum Gedankenaustausch. Dort wurde auch die Idee zur Gründung der Künstlergemeinschaft „Der Blaue Reiter“ geboren. Am 18. Dezember 1911 wurde die Idee in die Tat umgesetzt, mit einer ersten Ausstellung in der Galerie Thannhauser in München. Im Mai 1912 erschien der in den Monaten zuvor auch in Murnau vorbereitete Almanach „Der Blaue Reiter“ und damit eine der bedeutendste programmatischen Schriften zur Modernen Kunst des 20. Jahrhunderts.

Wassily Kandinsky
Bildbeschreibung: Wassily Kandinsky

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