Alexej Jawlensky

Alexej Jawlensky, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und der kleine Andreas in Murnau © Alexej Jawlensky Stiftung

„Und ständig suche ich meine Form, damit ich das, was ich empfinde, in Farbe ausdrücken kann."

Leuchtende Farben, große Flächen, schwarze Umrisse umrahmen Gegenstände und stark umrandete Augen fixieren ihre Betrachter. Alexej Jawlenskys Malstil war außergewöhnlich und fasziniert durch seine farbintensiven Kompositionen. Inspiration fand er vor allem in den Werken von Cézanne, Gauguin, Matisse und van Gogh. Beeinflusst von ihren Arbeiten und in stetigem Austausch mit Marianne von Werefkin fand er zu einem unverwechselbaren expressiven Stil.

Alexej Jawlensky wurde 1864 in Torshok (Russland) geboren. Seine Familie gehörte wahrscheinlich dem russischen Erbadel an und so durchliefen Jawlensky und dessen Brüder traditionsgemäß die militärische Laufbahn. 1881 trat er der strengen Kadettenschule des Zweiten Moskauer Kadettenkorps bei. Nach Beendigung der Militärschule wurde er als Leutnant nach St. Petersburg versetzt. Dort besuchte er die Akademie der Malerei unter Ilja Repin und lernte dabei Marianne von Werefkin kennen, seine spätere Lebensgefährtin und Mäzenin. 1896 übersiedelten die beiden nach München, um dort eine private Kunstschule zu besuchen. Während ihres Aufenthalts schlossen sie Bekanntschaft mit mehreren Künstlern, mit welchen sie sich 1909 zur Neuen Künstlervereingung München zusammenfanden. Jawlensky widmete sich zu dieser Zeit auch der französischen Avantgarde und unternahm mehrere Reisen nach Frankreich. Durch diese entwickelte er seinen expressiven Malstil und vollendete diesen während eines Sommeraufenthalts 1908 in Murnau a. Staffelsee, gemeinsam mit Kandinsky, Münter und Werefkin. Die Reduktion auf das Wesentliche war zentral in seinem Schaffen und so entwickelte er für diese vereinfachte Bildsprache den Begriff „Synthese", der Natureindruck und innere Vision umspannt.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde der russische Künstler gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Marianne von Werefkin dem Land verwiesen. Sie emigrierten in die Schweiz, später nach Ascona am Lago Maggiore. Als sich Jawlensky und Werefkin 1921 trennten, zog es ihn zurück nach Deutschland, nach Wiesbaden. Dort heiratete er die Mutter seines Sohnes, Helene Nesnakomoff und widmete sich weiterhin der Kunst, vor allem mit der Darstellung des menschlichen Antlitzes, die ihre Vollendung als sog. Meditationen mit streng abstrahierten Schemen fand. Alexej Jawlensky verstarb 1941.

 

Alexej von Jawlensky-Archiv S.A.

Die Alexej von Jawlensky-Archiv S.A. mit Sitz in Locarno, Schweiz, wurde 1988 gegründet. Sie hat sich als Inhaberin der Urheberrechte am künstlerischen Nachlass von Alexej von Jawlensky und Andreas Nesnakomoff Jawlensky zur Aufgabe gemacht, Werk und Materialien zum Leben von Alexej von Jawlensky zu katalogisieren und dem fachkundigen interessierten Publikum zugänglich zu machen. Informationen erhalten Sie auch auf der Website der Stiftung.

Alexej von Jawlensky-Archiv S.A.

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